Projekt AEQUAS - Sub-Projekt Bern "Stresserfahrungen am Arbeitsplatz"
Forschungs-Team: Simone Grebner, Achim Elfering, Nadine Vogel, Daniel Birkhofer, Nicola Jacobshagen, Marc Wülser
Die Forschung hat gezeigt, dass Stress am Arbeitsplatz mit erhöhtem Risiko für die Gesundheit und beeinträchtigtem Wohlbefinden zusammenhängt. Der Stressprozess (Stresssituationen, unmittelbar folgende Stressreaktionen und der Einfluss von Stressbewältigung) ist dagegen in vielen Aspekten noch wenig geklärt. In Kooperation mit dem Kernprojekt wurde eine Sub-Stichprobe von 100 Berufsanfängern zweimal im Abstand von einem Jahr (1. Untersuchungszeitraum: 22. September 1997 bis 30. April 1998 und 2. Untersuchungszeitraum: Mitte September 1998 bis Ende April 1999) mit verschiedenen Methoden untersucht:
- Erfassen von Belastungs- und Entlastungsschwerpunkten am Arbeitsplatz durch Arbeitsanalyse (trainierte BeobachterInnen setzen die Ratingversion des ISTA ein (Instrument zur stressbezogenen Tätigkeitsanalyse, Semmer et al.)
- Erfassung und Bewertung täglich auftretender Stresssituationen mit einer Tagebuchversion des COMES (Reicherts & Perrez)
- Erfassen der Schwankungen des Wohlbefindens über mehrere Tage durch einen Kurzfragebogen (Apenburg)
- Physiologische Parameter (Blutdruck, Herzrate, Adrenalin, Cortisol)
- zum zweiten Messzeitpunkt ein Interview, das wichtige Veränderungen in der Arbeitssituation im letzten Jahr erfasst
Fragestellungen:
- Wie hängen strukturelle Aspekte der Arbeitssituation mit Stressreaktionen, Coping (Stressbewältigung) und Wohlbefinden zusammen?
- Wie lässt sich dieser Prozess über die Zeit betrachtet beschreiben?
- Welche Arten von Stresssituationen lassen sich identifizieren, wie hängen diese mit physiologischen Reaktionen und Befinden zusammen?
- Welche wichtigen Veränderungen in der Arbeitssituation erleben Berufsanfänger? Wie wirken Arbeits- und Privatleben zusammen?
Das Projekt wurde im Juni 2002 abgeschlossen.
Eine Veröffentlichung vom Juni 2002 zum Thema finden Sie hier.
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