Forschung

Die Abteilung arbeitet hauptsächlich in drei Forschungsschwerpunkten:

1. Stress am Arbeitsplatz

In diesem Forschungsprogramm wird Stress am Arbeitsplatz insbesondere im Hinblick auf Zusammenhänge zu Gesundheit und Wohlbefinden, zunehmend auch zu Leistung, untersucht. Wo immer möglich, versuchen wir dabei, a) Daten längsschnittlich zu erheben und b) neben klassischen Fragebogendaten alternative Messmethoden einzusetzen (Arbeitsplatzbeobachtung zur Erhebung von Stressoren und Ressourcen, physiologische Messungen zur Erhebung von Stressreaktionen, Event-Sampling zur Erhebung von situativen Variablen). Konzeptionell erforschen wir zur Zeit die "Ich-Bedrohung" als Kernelement von Stress am Arbeitsplatz. Dazu gehört z.B. "Stress as Disrespect (SAD)", was zum Konzept von "illegitimen Aufgaben" als Stressfaktor geführt hat. In ersten Untersuchungen bestätigt sich deren Bedeutung.

2. Effizientes Arbeitshandeln: Merkmale, spontane Entwicklung, Förderung

Merkmale und spontane Entwicklung effizienter Arbeitsstrategien werden in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sozialpsychologie der Arbeit in Neuchâtel (Prof. Tschan Semmer) untersucht. Hinzu kommen Untersuchungen zu optimalen Trainingmethoden, insbesondere im Hinblick auf den Vergleich von rezeptivem und explorativem Lernen. Schliesslich gehört hierher die "Kehrseite effizienten Handelns", nämlich Fehlhandlungen.

3. Arbeit und Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind nach Erkältungskrankheiten die häufigste Ursache für Arztbesuche und Fehlzeiten. Untersuchungen, die gemeinsam mit Kollegen aus der Medizin (insb. Dr. Boos, Zürich) durchgeführt werden, zeigen den Einfluss von Arbeitsfaktoren (z.B. Schichtarbeit, Zeitspielraum), Attitüden gegenüber der Arbeit (Arbeitszufriedenheit) und Persönlichkeitsmerkmalen auf die Entwicklung bzw. Aufrechterhaltung von lumbalen Rückenschmerzen und damit verbunden Verhaltensweisen, und zwar über die klassischen Risikofaktoren (schwer heben usw.) hinaus. Morphologische Veränderungen (z.B. Herniation) sind hingegen eher schwach mit Rückenschmerzen assoziiert.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von aktuellen und abgeschlossenen Forschungsprojekten der Abteilung.

Stress as Offense to Self: Stress through Disrespect

In Vorbereitung

Work and Emotions

Ein Teil-Projekt des NCCR "Affective Sciences: Emotions in individual behaviour and social processes"

Projekt AEQUAS

Arbeitserfahrungen und Lebensqualität in der Schweiz, 1997-2009

Projekt AEQUAS

Sub-Projekt Bern "Stresserfahrungen am Arbeitsplatz"

Universität Bern | Institut für Psychologie | Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie | Muesmattstrasse 45 | 3012 Bern | Schweiz | Tel +41 (0)31 631 40 45 | Fax +41 (0)31 631 82 12
© Universität Bern 30.10.2009 | Impressum