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Arbeits- und Organisations- psychologie

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Work and Emotions

Ein Teil-Projekt des NCCR "Affective Sciences: Emotions in individual behaviour and social processes"


In den vergangenen Jahren haben sich die Hinweise gehäuft, dass Emotionen im Zusammenhang mit dem Fällen von Urteilen und dem Verhalten ein wichtige Rolle spielen. Der Nationale Forschungsschwerpunkt zum Thema "Affective Sciences: Emotions in individual behaviour and social processes" (NCCR National Centre of Competence in Research http://www.affective-sciences.org) ist ein interdisziplinäres Netzwerk, dessen Ziel die nähere Erforschung der Rolle der Emotionen ist. Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Forschungsschwerpunkte des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt und gefördert. Es gibt drei Hauptgebiete, die näher untersucht werden sollen: Erstens die Erhebung und Wahrnehmung von Emotionen, zweitens die Emotionsregulation und drittens die soziale Funktion der Emotionen. Das "home institute", unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Scherer, befindet sich in Genf. Bis anhin wurden 11 Unterprojekte an 5 Schweizer Universitäten definiert und gestartet, die in den unterschiedlichsten Fachgebieten (Anthropologie, Geschichte, Neurologie, Philosophie, Psychologie, Recht, Religion und Wirtschaft) angesiedelt sind.

Die Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Bern beteiligt sich, in Zusammenarbeit mit der Universität Neuchâtel (Prof. Dr. Franziska Tschan), mit dem Projekt "Work and Emotions" aus dem Teilbereich Emotionsregulation an der näheren Erforschung der Emotionen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt:

1. Subprojekt A: "Arbeitserfahrungen und Lebensqualität in der Schweiz" (ÆQUAS): Ein 10-jahres Follow-up

2. Subprojekt B: "Stress as Offense to Self" (SOS; in Kooperation mit einem laufenden SNF-Projekt)

3. Subprojekt C (Neuchâtel): Soziale Interaktionen bei der Arbeit: Emotionsregulation und der Emotionsausdruck bei Interaktionen mit Klienten, Kollegen und im Privatleben

Emotionen im Arbeitsbereich wurden hauptsächlich im Zusammenhang mit Arbeitsstress untersucht (z.B. psychosomatische Beschwerden, Arbeitszufriedenheit, Selbstwert, Burnout). Allerdings sind die langfristigen Effekte von Stress nur ungenügend geklärt. Die Projekte sollen zur Klärung dieser Effekte beitragen, wobei sich die Universität Bern vor allem auf die Projekte A und B konzentriert.

Subprojekt A konzentriert sich auf den Einfluss der Arbeitssituation auf das Wohlbefinden. Über bisher 4 Messzeitpunkte (1997 bis 2001) wurden junge Arbeitende im Übergang von der Lehre in den Beruf untersucht. In einem 10-Jahres Follow-up werden diese Personen im Frühjahr 2007 erneut befragt. Erste Vorbereitungen für dieses Projekt wurden bereits in Angriff genommen. Team: Norbert Semmer, Wolfgang Kälin, Sven Gross, Pascale Widmer.

Subprojekt B konzentriert sich auf die Selbstwertbedrohung, eine Variable, die in Zusammenhang mit Gesundheit und Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielt. Die Selbstwertbedrohung kann zum Beispiel illegitime Tätigkeiten (unangemessene und unnötige Aufgaben) und Geringschätzung durch eine unfaire Behandlung umfassen. Team: Norbert Semmer, Wolfgang Kälin, Nicola Jacobshagen, Laurenz Meier, Sven Gross, Pascale Widmer. 

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