Arbeits- und Organisationspsychologie

Forschung

Chirurgie im Spital

Die Arbeit von Spitalärztinnen und -ärzten ist geprägt durch lange Arbeitszeiten und eine Vielfalt von Aufgaben; die Zeit ist ständig knapp, die Verantwortung hoch.

Was wissen wir noch nicht?

Spezifische, wissenschaftlich angesicherte Informationen zum Tagesablauf und den damit verbundenen Anforderungen und Belastungen, aber auch den befriedigenden Aspekten in der Chirurgie fehlen weitgehend.

Was wollen wir?

Informationen …
- wo genau Handlungsbedarf besteht
- wo spezifische Ansatzpunkte zur Vermeidung unnötigen Leistungsdrucks bestehen
- wie Motivation, Leistungsfähigkeit und Freude an der Arbeit gefördert werden können

Wer sind wir?

Ein interdisziplinäres Team

  • aus der Chirurgie: Dr. med. A. Businger, Burgdorf
  • aus der Arbeitspsychologie: Prof. Dr. N. Semmer, Universität Bern, Prof. Dr. F. Tschan, Université de Neuchâtel

Wie wollen wir das erreichen?

Wir führen eine differenzierte Untersuchung der Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten der Chirurgie im Spital durch, mit einer Schwerpunktsetzung auf den Arbeitsalltag.
Die Pilotphase beginnt Mitte Juli 2012.
Die Hauptphase beginnt Mitte August 2012 und erfolgt in mehreren Etappen.
Für weitere Informationen klicken sie hier.

Wie können Sie uns unterstützen?

Mit einer hohen Beteiligung am Projekt lassen sich zuverlässige Informationen ermitteln, die der Optimierung der Arbeitsbedingungen dienen. Daher bitten wir um Ihre Unterstützung.

Kontaktieren Sie uns unter

chirurgie_studie@gmx.ch
oder Service Telefon: 078/865 10 91

Vertraulichkeit der Daten

Alle Angaben werden streng vertraulich gehandhabt und anonymisiert. Aus Berichten und Publikationen werden keine Rückschlüsse auf Personen möglich sein.

Ausgewählte Publikationen der Projektverantwortlichen

Businger, A., Güller, U., & Oertli, D. (2010). Effect of the 50-hour workweek limitation on training of surgical residents in Switzerland. Archives of Surgery, 145, 558-563. doi:10.1001/archsurg.2010.88

Businger, A., Stefenelli, U., & Güller, U. (2010). Prevalence of burnout among surgical residents and surgeons in Switzerland. Archives of Surgery, 145, 1013-1016. doi:10.1001/archsurg.2010.188

Businger, A., Villiger, P., Sommer, C., & Furrer, M. (2010). Arguments for and against a career in surgery – A qualitative analysis. Annals of Surgery, 252, 390-396. doi:10.1097/SLA.0b013e3181e98570

Elfering, A., Grebner, S., Semmer, N. K., & Gerber, H. (2002). Time control, catecholamines and back pain among young nurses. Scandinavian Journal of Work, Environment & Health, 28, 386-393. doi:10.5271/sjweh.690

Elfering, A., Semmer, N. K., & Grebner, S. (2006). Work stress and patient safety: Observer-rated work stressors as predictors of characteristics of safety-related events reported by young nurses. Ergonomics, 49, 457-469. doi:10.1080/00140130600568451

Hunziker, S., Laschinger, L., Portmann-Schwarz, S., Semmer, N.K., Tschan, F., & Marsch, S. (2011). Perceived stress and team performance during a simulated resuscitation. Intensive Care Medicine, 37, 1473-1479. doi:10.1007/s00134-011-2277-2

Hunziker, S., Semmer, N. K., Tschan, F., Schuetz, P., Mueller, B., & Marsch, S. (2012). Dynamics and association of different acute stress markers with performance during a simulated resuscitation. Resuscitation, 83, 572-578. doi:10.1016/j.resuscitation.2011.11.013

Untersuchungsplan

Wir kombinieren verschiedene Erhebungsmethoden (Interviews, Schichtbeobachtungen, Fragebogen, Tagebuchstudie, biochemische Parameter (Cortisol). Der Schwerpunkt liegt auf dem Arbeitsalltag.

Voruntersuchungen (Interviews und Schichtbeobachtungen) laufen bereits (Stand Juni 2012).

Die nun folgende nächste Erhebungsphase beinhaltet:

  • eine Fragebogenuntersuchung (2 x innert 2 Monaten);
  • eine „Tagebuchuntersuchung“ mit je einem täglichen Kurzfragebogen über 5 Arbeitstage, der die täglichen Abläufe und Belastungen, aber auch Höhepunkte erfassen soll;
  • mit der Tagebuchuntersuchung sollen biologische Beanspruchungs-Indikatoren erhoben werden (Speichel);

Die Fragebögen werden per E-Mail verschickt und können am Computer ausgefüllt werden. Dabei können diese bei Bedarf jederzeit unterbrochen und an der entsprechenden Stelle fortgesetzt werden. Während der Tagebuchuntersuchung mit Speichelproben werden Mitarbeiterinnen unseres Projekts mehrmals im Spital anwesend sein. Um diese individuelle Betreuung zu gewährleisten, wird die Untersuchung in Etappen stattfinden; an jeder Etappe sind jeweils einzelne Spitäler beteiligt. Der Beginn der ersten Pilotierungsphase ist für Mitte Juli vorgesehen.